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MONTAGS, SPÄTSCHICHT.

Nicht nachzulegen kann schnell zum Verhängnis werden - wie in meinem Fall auch. Ich würde nicht behaupten, ich fühle mich schlecht, aber das Dopaminloch macht sich deutlich spürbar. Ich bin schwach, demotiviert, es ist erst 17:00 Uhr, ich muss noch bis 22:00 Uhr hier bleiben, und heute wirken die 5 noch vor mir liegenden Stunden wie eine halbe Ewigkeit.
Montags in der B-Reihe: Alles läuft in Zeitlupe. Dazu kommt die schleichende Erkenntnis, dass jetzt wirklich schon Herbst ist und der Sommer wirklich nur in diesen 2 Wochen vor 2 Monaten stattgefunden hat.

Dinge, die ich morgen besser machen sollte:
  • Initialnase zum klarkommen

  • Vorm Schlafengehen keinen halben Liter Bier trinken


Heute fühlt sich wieder an wie ein einziger Film. Aber dieses Mal keiner von diesen vertrippten, kranken Filmen, sondern eher wie der Stop-Motion-Film eines Erstsememsters im Mediendesign Studium. Soll heißen, hier stockt gerade echt alles, und ich mittendrin, oder es stockt in mir, da bin ich mir noch nicht sicher.
Unter der Woche arbeiten, in der Freizeit einfach nichts tun, nicht ausgehen, nicht mit Leuten treffen, obwohl man das wollte.. was für ein Leben. Wenn man nicht arbeitet ist es genauso Scheiße, nur ohne Geld, also quasi doppelt so Scheiße, weil man nicht mal was machen könnte, trotz der ganzen freien Zeit. 17:33 Uhr - kann die Zeit mal bitte ihre Beine in die Hand nehmen und sich verpissen?! Ich bin erst dreieinhalb Stunden hier, aber für heute hat es sich echt ausgebunkert. Ich schlaf gleich ein.
Manche Leute haben eine ganze Liste von Dingen, mit denen sie niemals in Berührung kommen wollen. Ich hab eine ganze Liste mit Sachen, die ich niemals machen wollte, es jetzt aber doch irgendwie geschafft habe, in mein alltägliches Leben zu integrieren. Der behinderte Fotzenjob, Zigaretten, Alkohol, andere Drogen, Gott bewahre, wie sieht das wohl mit 30 aus?
Ich mach drei Kreuze, wenn endlich Feierabend ist. Der Plan lautet wie folgt: eine rauchen, heim, Joint bauen, Bier holen, Kopfhörer auf die Ohren, ciao. Grundreinigung, aber von innen heraus. Danach heißt es: ZURÜCK INS BETT!! Und morgen wieder der selbe Scheiß. Im Störungsparadies dann. Hab ich einen Bock.
19:39 Uhr - nach meinem Abendessen draußen in der Kälte fühle ich mich zumindest weniger unterzuckert, aber Fitness ist mir immernoch ein Fremdwort. Wenn es nichts zu tun gibt, ist sich Aufgaben zu suchen auch schwierig. Um 20:00 Uhr werde ich wohl mal versuchen, in Slow-Motion die Gruppe zu kehren. Wer will mich töten?
20:45 Uhr. Die letzte Stunde läuft so langsam an. Dann bin ich doch noch lieber in der Störungshölle, als noch einen weiteren Tag im Schnarchnasenabteil. Das ist nix für meinen Dopaminmangel. Gott, ist das langweilig.
13.9.17 19:59


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